Archiv für den Monat Februar 2013

Graph-Search und die Außenwirkung von Facebook-Aktivitäten

Graph Searchoder: Jetzt ist es an der Zeit, sein Profil auf die kommende Suche vorzubereiten.

Am 15. Januar stellte Facebook die neue Suche „Graph Search“ vor, welche zunächst allerdings nur für eine limitierte Zahl von Beta-Usern zur Verfügung steht.

Diese erste Version des Graph Search beschränkt sich zunächst auf Personen, Fotos, Orte und Interessen, was im Laufe der Zeit erweitert werden soll.
Damit lassen sich künftig komplexere Suchabfragen durchführen als es bisher möglich war.
Interessant wird dabei die Verkettung von Suchanfragen wie z.B. „Freunde von Freunden, die sich für etwas Bestimmtes interessieren und in meiner Nähe wohnen“.
Mit dieser Abfrage ließen sich z.B. im näheren Umfeld leicht Gleichgesinnte finden.

So funktioniert Graph Search:

Like mit teils ungewollter Außenwirkung
War ein „Like“ bisher eine meist schnell vergängliche Info für Deine Kontakte, so gewinnt es plötzlich an Bedeutung und taucht ggf. als Suchergebnis wieder auf.

Ein Beispiel:
Um über einen Mitbewerber Deines Unternehmens informiert zu sein, folgst Du ihm durch einen Klick auf „Like“.
Sucht nun jemand nach Mitarbeitern Deines Unternehmens, welche aber den Mitbewerber mögen, kann es zu missverständlichen Ergebnissen kommen.
Das könnte Fragen aufwerfen wie:
Bildschirmfoto 2013-02-24 um 00.40.00

😉

Im Suchergebnis werden letztlich alle Deine Facebook Aktivitäten einbezogen, auf die der Suchende (lt. Deiner Privatsphäre-Einstellungen) Zugriff hat.
Das heißt aber auch, dass das Ergebnisse einer Suche immer individuell ist und sich somit von User zu User unterscheidet.

Du bestimmst also weiterhin über die Privatsphäre-Einstellungen, was über Dich an Informationen für andere sichtbar ist – auch über die Suche.
Dadurch könnten einige Aktivitäten künftig an Bedeutung gewinnen.

Es ist also durchaus schon jetzt ratsam, einmal die eigenen zurückliegenden Aktivitäten zu betrachten und ggf. vereinzelt einzuschränken oder zu löschen um für Graph Serch gewappnet zu sein.
Dazu einfach das Aktivitätenprotokoll aufrufen und über die linke Navigation Likes, Produke, Gruppen etc. durchgehen, um künftig „peinliche“ oder „missverständliche“ Suchergebnisse zu vermeiden.

Wie sich die Privatsphäre-Einstellungen auf Graph Search auswirken, zeigt folgendes Facebook Video:

Suchergebnisse gewinnen Empfehlungscharakter.
Wenn ich z.B. Appetit auf typisch italienisches Essen habe, könnte ich nach italienischen Restaurants suchen, die von (italienischen) Freunden geliked wurden.  Das wäre vermutlich eine brauchbare “ Empfehlung“.
Denkbar wäre z.B. auch eine Suche a la „Elektriker, die von Freunden geliked wurden“.  Ich vermute jedoch, dass in Deutschland derartige Dienstleister noch recht selten eine eigene Facebook Seite betreiben die dann auch noch von meinen Freunden geliked wurde.
Bei der CD Auswahl kann eine Suche nach „Musik, die meine Freunde geliked haben“ durchaus den ein oder anderen guten Tipp hervorbringen.
Je mehr wir also künftig bereit sind Interessen zu teilen und Seiten zu liken, desto hilfreicher könnte die neue Suche werden.

Dennoch sollten wir uns die mögliche Außenwirkung unserer Aktivitäten immer bewusst machen.
Einmal mehr: Achtet darauf, WEM Ihr WELCHE Informationen zugänglich macht. Es muss nicht ALLES „ÖFFENTLICH“ sein.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Schwelgen in Erinnerungen bei der Durchsicht vergangener Aktivitäten 😉

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In Kürze 2 Zeichen weniger für Tweets

Wer ab dem 20.Februar in seinen Tweets Links einfügt und dabei den t.co Shortener verwendet, dem stehen 2 Zeichen weniger zur Verfügung.

Von bisher 120 bleiben dann noch 118 Zeichen verfügbar – bei https-Links sogar nur noch 117.

Angekündigt wurde dies bereits vor ca. 2 Monaten in Twitters Developers Blog.

118-gr

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