Archiv für den Monat Oktober 2012

Du wurdest auf einem Foto markiert – Aber bist Du immer damit einverstanden?

Vermutlich nicht !

Ihr kennt es sicher – Jemand markiert Dich auf einem Foto und somit ist üblicherweise dieses Foto mit Deinem Namen bei Deinem „Freund“ und bei Dir auf der Pinnwand sichtbar. Es können dann  sofort alle Deine Kontakte und die Kontakte Deines „Freundes“ sehen.

Vielleicht eine nette Funktion, was aber, wenn Du auf diesem Foto „herabgesetzt“ wirst.
Vielleicht handelt es sich um ein Partybild zu fortgeschrittener Stunde…
Soll das dann auch sofort z.B. für Deine „Schwiegermutter“ sichtbar sein? 😉

Auf das, was bei deinem „Freund“ sichtbar ist, hast Du zunächst keinen Einfluss, aber auf das, was Deine Kontakte zu Gesicht bekommen.

In den Privatsphäre-Einstellungen (unter Chronik und Markierungen) kannst Du zunächst eine Vorkehrung treffen.

Da Du vermutlich bei normalen Fotos mit einer Markierung einverstanden sein wirst, macht die nachfolgend beschriebene Einstellung Sinn.
Stelle „Beiträge in denen Freunde Dich markieren prüfen, bevor Sie in Deiner Chronik erscheinen“ auf „Ein“ und sinnvollerweise wenn Du schon einmal dabei bist ebenfalls auch „Markierungen, zu Deinen eigenen Beiträgen auf Facebook  hinzufügen, prüfen“.

Wenn Du dann künftig markiert wirst, musst Du erst zustimmen, dass dieses auf Deiner Chronik (und damit für Deine Kontakte) sichtbar wird.

Dazu erhältst Du zunächst eine Benachrichtigung über die Markierung:

Dieses kannst Du nun Überprüfen und mit den rechten Schaltflächen mit dem Häkchen zustimmen oder über das Kreuz ablehnen, dass dies auf Deiner Chronik erscheint.

Du kannst aber ggf. auch Deinen Unmut beim Autor über das Foto kundtun.

Klicke dazu das Foto an, gehe auf die Schaltfläche „Optionen“ und wähle dann „Markierung melden/entfernen“.

Wähle dann die passende Option aus:

und anschließend, was Du gerne tun würdest. Sinnvoll ist, dass Du den Markierenden informierst!

Mit einem Klick auf „Weiter“ wird dann eine Nachricht mit Deinen zuvor getätigten Angaben erstellt.

Laut Facebook reagiert der Großteil positiv auf derartiges Feedback.

Facebook hat heute ein Video herausgebracht, was genau dieses Thema aufgreift:

 

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich freuen, Dich als Fan auf meiner Facebook-Seite begrüßen zu dürfen: https://www.facebook.com/StangesWorld

Sehen und gesehen werden

Wer bei Facebook nicht interagiert, wird ignoriert?!

Facebook äußerte sich am 25.10.2012 u.a. dazu, was im Newsfeed angezeigt wird.
So sehen wir z.B. nicht unbedingt jeden einzelnen Beitrag von unseren Freunden.
Faceboook will uns nur die relevantesten Neuigkeiten anzeigen, deshalb wird gefiltert.

Was angezeigt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. auch von unserer eigenen Interaktion.
Es schaffen also u.U. nicht alle Beitäge meiner Kontakte in meinen Newsfeed.

Verantwortlich dafür ist der sogenannte Edgerank.
Dahinter verbirgt sich ein Facebook Algorithmus, der berechnet, was vermutlich für mich wichtig und relevant ist und nur das soll mir angezeigt werden.

Das können z.B. generell „beliebte“ Beiträge sein, kann aber auch mit der eigenen Interaktionsrate zusammenhängen.

„Freunde“, die selber Nichts schreiben, was ich liken oder kommentieren könnte oder auch
Personen, mit denen ich zwar auf Facebook „befreundet“ bin, die aber niemals meine Beiträge kommentieren o.ä., werden vermutlich weniger in meinem Newsfeed auftauchen – und umgekehrt.

Wie gesagt, ist dies nur einer der Faktoren. Mir war es aber dennoch diesen Artikel wert 😉

Momentan wird es im Netz stark diskutiert, da eine kürzliche Änderung des Algorithmus dazu führte, das die Reichweite von Pages-Beiträgen scheinbar zum Teil wesentlich geringer wurde. Denn auch für Pages (z.B. von Unternehmen) gelten die gleichen Regeln. Wenn die „Fans“ nur geringfügig interagieren, erreichen diese die Unternehmensneuigkeiten seltener.

Da dieser Umstand also gleichermaßen für Pages und auch persönliche Profile zutrifft, hat Facebook erst kürzlich die Funktion „Beiträge hervorheben“ für persönliche Profile eingeführt.
Diese sind quasi vergleichbar mit „promoted Posts“ von Pages – also quasi private „Werbeanzeigen.“
Diese sind jedoch kein Allheilmittel.

Wer künftig mehr sehen und gesehen werden möchte, muss wohl auch aktiv sein.

 

Update 08.11.2012: Artikel von „Inside Facebook“ – News Feed, EdgeRank and page posts: what’s really going on with Facebook?

Facebook Fragen eingestellt

Facebook Fragen für persönliche Profile wurde eingestellt.

Konnte man bisher auf einfache Art Umfragen bei Facebook generieren,

so ist diese Funktion jetzt nicht mehr verfügbar.

Für Gruppen steht die Funktion aber noch weiterhin zur Verfügung – eigentlich ungewöhnlich…

Da ich diese Funktion nie verwendet habe, werde ich sie allerdings auch nicht vermissen 😉

Ad Tracking unter iOS 6

Mit iOS 6 führte Apple ein neues Tracking Verfahren ein.

Apple schreibt dazu offiziell (unter „weitere Informationen“ s.u.): „iOS 6 führt die Werbungs-ID ein, eine temporäre, anonyme Gerätekennung, die Apps verwenden, um Ihnen mehr Kontrolle über den Einsatz von Tracking-Methoden durch Werbefirmen zu geben. Wenn Sie festlegen, dass das Ad-Tracking eingeschränkt werden soll, dürfen Apps die Werbungs-ID nicht verwenden, um Ihnen interessenbasierte Werbung zu senden. Zukünftig werden alle Apps die Werbungs-ID verwenden müssen. In dieser Übergangsphase kann es allerdings vorkommen, dass Sie weiterhin interessenbasierte Werbung erhalten.

Weitere Infos habe ich auf dem Device nicht gefunden. Auch nicht, was genau getrackt wird oder was in diesem Zusammenhang „temporär“ heißt.
Das bedeutet vermutlich, dass jedem User eine ID zugeordnet wird, über die „anonym“ ermittelt wird, wie welche Apps genutzt werden werden. Evtl. auch welche Webseiten besucht werden, denn der Browser ist ja ebenfalls eine App.

Mit Hilfe der ID könnte dann entsprechend personalisierte Werbung ausgeliefert werden.

Jeder User kann jedoch dieses Tracking beschränken.

Es ist allerdings nur recht versteckt zu finden unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „Info“ und dann findet man ziemlich weit unten der Punkt „Werbung“.
Hier lässt sich das Ad-Tracking beschränken.
(Man beachte: Hier steht nicht „deaktivieren“)

Screenshot iOS 6 Ad Tracking

Eine deutlichere Information wäre durchaus wünschenswert.

Hervorgehobener Beitrag bei Facebook gegen Bezahlung

Heute gab es erstmals beim Schreiben eines Beitrags folgenden Facebook Hinweis: Jetzt kannst du Beiträge hervorheben und wichtige Ankündigungen, Links und Fotos weiter oben in den Neuigkeiten anzeigen. Dieser Beitrag wird mit „Gesponsert“ markiert.

Facebook ermöglicht damit jetzt auch das Hervorheben von Beiträgen persönlicher Profile.
Dadurch werden diese weiter oben in den Neuigkeiten der Kontakte angezeigt.
Es handelt sich daher eher um ein „bewerben“ und hat mit bisherigem „Hervorheben“, bei dem ein Beitrag im eigenen Profil prominenter (größer) angezeigt wird, nichts zu tun. (Update 05.11.2012: Dies heißt jetzt vergrößern!)

Beitrag hervorheben

Vielmehr ist es eine kostenpflichtige Möglichkeit, seinen Beiträge eine höhere Sichtbarkeit zu verschaffen. Dazu muss man wissen, dass wir in der Regel nicht alle Beiträge unserer Freunde zu Gesicht bekommen. Facebook zeigt diese ggf. nach Relevanz an. Dabei ist z.B. ausschlaggebend, wie häufig man miteinander interagiert, untereinander liked oder kommentiert. Geschieht dies seltener, werden u.U. auch weniger Beiträge sichtbar.
Dazu kommt, dass bei einer größeren Anzahl von Freunden, einzelne Beiträge im Newsfeed normalerweise sehr schnell nach unten rutschen.

Um einen hervorgehobenen Beitrag zu erstellen, muss man zunächst den Beitrag verfassen und bekommt dann unten (in der „Gefällt mir“ Zeile) einen Link „Hervorheben angeboten:

Hervorheben

Klickt man auf „Hervorheben“, öffnet sich ein Fenster mit mögliche Zahlungsoptionen und dem Preis dieser Option. In meinem Fall 4,87€. Dieser schwankt nach bisherigen Meldungen um die 5€ und ist vermutlich abhängig von der Anzahl der Freunde, aber evtl. auch von weiteren Faktoren (möglich wäre z.B. die aktuelle Reichweite von Posts, gemessen an Aktivitätsraten, was aber nur eine Vermutung ist)

Bezahlung

Nach Abschluss der Zahlung bekommt man eine Bestätigung

Zahlungsbestaetigung

und auf Wunsch eine „Quittung“ angezeigt. Diese wird aber zusätzlich auch per Mail zugestellt.

Quittung

Dem Beitrag wird dann die Information „gesponsert“ in der Fußzeile hinzugefügt.

Markierung gesponsort

Nach einigen Minuten wird dann durch einen Klick auf „Gesponsert“ angezeigt, wie sich das „Hervorheben“ auf die Sichtbarkeit des Beitrags ausgewirkt hat.

Ergebnis Steigerung der Reichweite

Dieser Wert ist allerdings nicht endgültig, sondern kann sich im Laufe der Zeit noch verändern.
Nach rund 6 Stunden hieß es, dass mein Beitrag ca. 1,5x öfter gesehen wurde, weil ich ihn hervorgehoben habe.

Ergebnis nach 6 Stunden

Ob sich dafür der Preis gelohnt hätte? Das muss jeder für sich entscheiden.

Weiterhin stellt sich die Frage, wie ein gesponsorter Post von meinen Kontakten aufgenommen wird, was sicher von seinem Inhalt abhängt.
Sicher sollte man diese Funktion nicht überstrapazieren. Hilfreich kann sie aber durchaus sein, wenn man z.B. eine Wohnung sucht o.ä.

Es bleibt noch die Frage, wie sich das Hervorheben in der Realität zeigt.
Rückmeldungen meiner Kontakte reichen von „wird ganz oben angezeigt“ bis „reiht sich später wieder in die Historie ein“
Eine eindeutige Aussage kann ich dazu leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht treffen.
So bald ich hier gesichertere Informationen habe, werde ich es hier als Update hinzufügen.

Ich freue mich aber auch über ein Feedback Eurer Erfahrungen.

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich freuen, Dich als Fan auf meiner Facebook-Seite begrüßen zu dürfen: https://www.facebook.com/StangesWorld

Tragisches Schicksal eines gemobbten Mädchens

Eine Nachricht auf News Republic und CNN schockierte mich am frühen Morgen und bewegt mich noch immer sehr.
Daher habe ich entschieden, auch einen kurzen Blog-Beitrag zu schreiben.
In der Hoffnung, dass dieses in den Schulen, Familien etc. stärker thematisiert wird.
Es geht uns alle an! Aufklärung tut not!

Amanda Todd, eine 15-jährige Schülerin aus Kanada hat sich umgebracht, nachdem ein Oben-Ohne-Foto von ihr im Internet verbreitet und sie gemobbt wurde.
Diesen Video-Abschiedsbrief stellte sie ins Internet.
Es macht deutlich, wie schlimm es ist, gemobbt zu werden.

In Gedenken an Amanda

 

Update 25.10.2012: Ein interessanter Arikel zum Thema ist auch bei „WILDE BEUGER SOLMECKE Rechtsanwälte“ unter dem Titel ″Verpiss dich, du Opfer ! ″ Cybermobbing unter Jugendlichen zu finden.

 

Recht und Social Media: Eine kleine Linksammlung interessanter Beiträge

Social Media und Recht

Das Soziale Netze kein rechtsfreier Raum sind, dürfte sich bereits herumgesprochen haben. Dennoch bedarf es aus meinen Erfahrungen noch an Aufklärung.

Eine Rechtsberatung kann und darf ich zwar nicht leisten, aber auf einige interessante Seiten/Artikel zu diesem Thema hinweisen. Meine Anmerkungen stellen also keine Rechtsberatung dar, ich möchten lediglich auf einige Sachverhalte hinweisen.

Die Infos sollen Dich aber nicht in Panik versetzten, sondern für das Thema sensibilisieren.

Ich persönlich achte immer darauf WAS ich mit WEM teile.
Öffentliche Beiträge betrachte ich kritischer als z.B. Beiträge, welche nur der engste Freundeskreis sehen darf.

Interessante Blogs mit aktuellen Beiträgen zum Thema Recht und Internet betreiben z.B. die folgenden Rechtsanwälte

Nachfolgend einige ausgewählte Artikel zum Thema Recht & Social Media, die durchaus lesenswert sind:

Kopie oder Zitat? Rechtliche Spielregeln für Blogger
Artikel in der Haz über das Teilen – nicht nur bei Blogs

Gefährliches Teilen ? – Haftungsrisiken beim Sharing über Facebook, Google Plus & Co
Informationen und Tipps zum Teilen von Inhalten von Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht

Erstes Facebook-Urteil aus Stuttgart: Betreiber von Facebook-Fanseite haftet für Inhalte Dritter nach Kenntnis
Blogbeitrag von Rechtsanwalt  Thomas Schwenke – Don’t Panic

Die teuersten Vergehen im Internet
Pro Stunde verstößt jeder Internetnutzer einmal gegen geltendes Recht ? vor allem in Sozialen Netzwerken. Die wenigsten wissen, wie schnell man sich sündteure Geldstrafen einfängt.
Hier sind die sieben gefährlichsten Online-Vergehen. (Allianz Deutschland AG)

Vorschaubilder beim Teilen
Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Sie mit der Vorschau beim Teilen eine Urheberrechtsverletzung begehen.
Eine Einschätzung vom Rechtsanwalt Thomas Schwenke.

Warum die Pinnwand eines Teenagers ist für Abmahnanwälte schnell bis zu 15.000 Euro wert ist.
Rechtsanwalt Christian Solmecke zeigt auf, worauf Sie achten sollten.

Was und wie darf man teilen und verlinken?
Artikel vom Rechtsanwalt Thomas Schwenke mit Bezug auf „Pinterest“, jedoch auch für andere Netzwerke gültig.

Serie zu Nutzungsbedingungen sozialer Netzwerke
von WILDE BEUGER SOLMECKE Rechtsanwälte
Nur wenige Nutzer sozialer Netzwerke setzen sich mit den dort geltenden Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen auseinander.
Deshalb haben sie einige AGBs beliebter Netzwerke unter die Lupe genommen.

FAQ zu Abmahnungen wegen unerlaubter Bildernutzung
Rechtsanwalt Thomas Schwenke gibt Antworten auf Fragen wie „Welche Fotografien sind urheberrechtlich geschützt?“ oder
Hafte ich auch, wenn das Bild von einem Nutzer hoch geladen wurde?

Update 21.10.2012
Wann ist ein Bildzitat erlaubt?
Anleitung mit Beispielen und Checkliste von der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke